Bericht - Bautechnik Heft 8/2026
Seite: 629-634
Autoren: Nübler, Stefan, Häfner, Sascha, Krause, Veronika
DOI: 10.1002/bate.70159
Die steigenden Anforderungen an Termin‐, Kosten‐ und Planungssicherheit sowie der zunehmende Ertüchtigungs‐ und Erneuerungsbedarf bestehender Verkehrsinfrastrukturen erfordern neue Ansätze in der Projektabwicklung. Das Zwei‐Phasen‐Modell verfolgt das Ziel, Planungs‐ und Ausführungskompetenzen bereits in frühen Projektphasen miteinander zu verknüpfen und damit die Grundlage für eine integrative Projektentwicklung zu schaffen. Hierzu wird das ausführende Unternehmen nach einer ersten Planungsphase in die weitere Projektbearbeitung eingebunden, ohne die Planungsverantwortung der Planenden zu verändern. Der Beitrag stellt die Grundprinzipien und vertraglichen Rahmenbedingungen des Modells vor und beschreibt dessen Anwendung anhand eines Pilotprojekts der Autobahn GmbH zur Verstärkung und Notinstandsetzung von Talbrücken im Zuge der BAB 4. Aufbauend auf den hierbei gewonnenen Erfahrungen werden Potenziale und Herausforderungen des Verfahrens für zukünftige Brückenprojekte diskutiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Übertragbarkeit auf komplexe Brückenersatzneubauten sowie auf den daraus resultierenden Chancen für die technische Projektentwicklung, die Zusammenarbeit der Projektbeteiligten und die Potenziale zur erhöhten Nachhaltigkeit von Infrastrukturmaßnahmen. Es wird aufgezeigt, wie durch die frühzeitige Verknüpfung unterschiedlicher Fachkompetenzen neue Perspektiven für die Planung und Realisierung zukünftiger Brückenprojekte entstehen können.
The growing demands for programme, cost and planning certainty, together with the increasing need to rehabilitate and renew existing transport infrastructure, require new approaches to project management. The two‐phase model aims to integrate planning and execution expertise from the early stages of a project, thereby laying the foundation for integrated project development. Following an initial planning phase, the contractor is involved in the further development of the project, without altering the planners’ responsibility for the design. This article presents the basic principles and contractual framework of the model and describes its application based on a pilot project by Autobahn GmbH along the BAB 4. Based on the experience gained in this context, the potential and challenges of the method for future bridge projects are discussed. Particular focus is placed on its applicability to complex new bridge replacement projects and on the resulting opportunities for technical project development, collaboration among project stakeholders, and the potential for enhancing the sustainability of infrastructure projects. The paper demonstrates how bringing together different areas of expertise at an early stage can open up new perspectives for the planning and delivery of future bridge projects.
6 Seiten
25 €
Dieser Artikel ist nicht kostenlos verfügbar. Bitte nutzen Sie die Bestell-Option.
Inhaltlich verwandt über Stichworte, Autor:innen und Rubrik.
Bautechnik Heft 9/2026 · Bericht
Heibrock, Gunnar, Herzog, Hannes, Wudtke, Robert‐B.
Bautechnik Heft 12/2024 · Aufsatz
Weissinger, Marcel, Lieb, Sarah, Jünger, Hans Christian
Bautechnik Heft 11/2022 · Berichte
Stockhusen, Knut, Paech, Christoph
Bautechnik Heft 9/2022 · Berichte
Hettler, Achim, Kinzler, Steffen
Bautechnik Heft 8/2019 · Berichte
Günzl, Tobias