Bericht - Stahlbau Heft 12/2025
Seite: 733-743
Autoren: Wassmer, Stefan, Bigelow, Hetty, Schumacher, Ann, Faloba, Alexandru
DOI: 10.1002/stab.70057
Die Reussbrücke Fluhmühle in Luzern wurde 1920/21 als Ersatz für eine bestehende Brücke an gleicher Stelle errichtet. Sie ist eine von wenigen verbleibenden Brücken in der Schweiz, deren Überbauten als Halbparabelfachwerkträger ausgeführt wurden, und gilt daher aus denkmalpflegerischer Sicht als erhaltenswert. Zur Ermittlung der erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen wurde eine Studie durchgeführt. Hauptbestandteile der Studie waren eine Beurteilung des vorhandenen Korrosionsschutzes und eine statische Nachrechnung der Brücke, inklusive Überprüfung der Ermüdungssicherheit. Neben detaillierten Modellierungen und Berechnungen wurden Dehnungsmessungen an der Brücke als notwendig erachtet, um die Restlebensdauer bestimmter ermüdungskritischer Details zu bestimmen. Die eingleisige Brücke ist ein wichtiger Bestandteil der Eisenbahnverbindung Zürich–Zug–Luzern und kann daher, abgesehen von einzelnen Wochenendsperrungen, nicht für einen längeren Zeitraum für Instandsetzungsmaßnahmen gesperrt werden. Die Totalerneuerung des Korrosionsschutzes ist bei laufendem Betrieb nicht möglich. Die Brücke besteht aus drei Einzelüberbauten, die jeweils einzeln ausgebaut und instandgesetzt werden. Bei Instandsetzungsarbeiten wurde das instand gesetzte Brückenfeld durch eine eigens für dieses Projekt konzipierte und gebaute einfeldrige Hilfsbrücke ersetzt. Die Brückenfelder wurden nacheinander instandgesetzt, sodass die Hilfsbrücke insgesamt dreimal genutzt wurde.
The Bridge over the Reuss at Fluhmühle near Lucerne was constructed in 1920/21 to replace an existing bridge on the same site. It is one of the few remaining bridges in Switzerland with semi‐parabolic trusses and is therefore considered worth preserving from a heritage preservation point of view. A study was carried out to determine the necessary repair measures. The main components of the study were an assessment of the existing corrosion protection and a static verification of the bridge, including verification of the fatigue safety. In addition to detailed modelling and calculations, strain measurements on the bridge were deemed necessary to determine the remaining life of certain fatigue‐critical details. The single‐track bridge is part of the important Zurich–Zug–Lucerne rail connection and can therefore not be closed for repair work for a longer period, with the exception of occasional weekend closures. It was not possible to completely renew the corrosion protection while it was in operation. The bridge consists of three individual superstructures, each of which were individually removed and repaired on site. During repair works, a single‐span provisional bridge designed and built specifically for this project was used to replace the span under repair. The bridge spans were repaired one after the other, meaning that the provisional bridge was used three times in total.
11 Seiten
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