Article - Geomechanics and Tunnelling Heft 2/2026
Seite: 186-197
Autoren: Holzer, Robert, Ekici, Zafer, Fellinger, Gerald
DOI: 10.1002/geot.70079
Entlang des Auebachtals verläuft eines der Hauptstörungssysteme des Semmeringgebiets. Die unterschiedliche lithologische Zusammensetzung aus erosionsanfälligem Störungsgestein und bergwasserführenden Karbonaten sorgt für besondere Herausforderungen für die Planung und Bauausführung. Unter den vorliegenden schwierigen geologischen Rahmenbedingungen ist eine kontinuierliche Vorauserkundung zur laufenden Evaluierung allfälliger geotechnischer Risiken und zur Verfeinerung des zugrunde liegenden Baugrundmodells unabdingbar, jedoch stoßen die gängigen Methoden der Bohrtechnik gerade hier an ihre Grenzen. Trotz laufender Erkundungsmaßnahmen und daraus abgeleiteter Risikoanalyse kam es zu einem großmaßstäblichen Wasser‐ und Materialeinbruch im Vortrieb, der sich bis an die Geländeoberfläche fortsetzte. Im gegenständlichen Beitrag werden neben den Ursachen für diesen Materialeinbruch auch die Maßnahmen zur Bewältigung beschrieben. Es werden eine geologisch‐geotechnische Analyse und die Grenzen der Beobachtungsmethode in einem heterogenen Gebirgsaufbau diskutiert. Abschließend erfolgt eine bauwirtschaftliche Betrachtung des Aufwands für die Ereignisbewältigung.
The Auebach Valley is the morphological expression of one of the main fault systems in the Semmering area. The varying lithological composition of erosion‐prone fault rock and groundwater‐bearing carbonates poses challenges for design and construction. In difficult conditions, overlapping exploratory drillings in front of tunnel drive are essential to improve the geological‐hydrogeological model and to assess geotechnical risks. However, under the prevailing geological‐hydrogeological conditions, the drilling methods reached their limits. Despite the ongoing exploration and concluding risk assessment, a very large‐scale water and ground inflow with subsequent tunnel face collapse and development of a sinkhole on the surface could not be prevented. The article outlines the reasons for the occurrence and the formulation of methods to deal with the issue. It addresses geological‐geotechnical analyses of the incident and explores the limitations of geotechnical surveillance in complex heterogeneous rock masses. Finally, an evaluation of the costs associated with managing the incident is conducted.
12 Seiten
25 €
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