Article - Geomechanics and Tunnelling Heft 1/2026
Seite: 37-46
Autoren: Nebois, Christian, Ullmann, Gerhard, Weber, Sophie, Rohrmoser, Andreas, Schertler, Julian, Pekarek, Alexander
DOI: 10.1002/geot.70062
Dieser Artikel zeigt die Optimierungen, die im Rahmen der Planungsphase im Hinblick auf bauliche Ausführungen im Vortriebskonzept am Bauabschnitt U2/21 „Neubaugasse“ getroffen wurden, sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse für weitere Anwendungen im Wiener U‐Bahn‐Bau. Im Zuge der Folgeplanung des generellen Projektes wurden die vorhandenen Grundlagen im Detail analysiert, Optimierungspotenziale erhoben und die Planung detailliert. In dieser Phase konnten Optimierungen aufgrund weiterer unterschiedlicher Betrachtungsweisen auf das Projekt aufgedeckt werden. Basierend auf einem im Vorfeld durch die MA29 erhobenen 3D‐Baugrundmodell und den daraus resultierenden geologischen und hydrologischen Rahmenbedingungen kommen die Vortriebsarbeiten bei diesem Bauabschnitt vorwiegend im Miozän mit wasserführenden Sandlinsen zu liegen. Da eine Stationsröhre vollständig unter dichter Bebauung liegt und somit auch keine Entwässerung von obertage möglich war, wurde ein innovatives Vortriebskonzept geplant. Dieses Konzept sieht einen vorauseilenden Pilotstollen aus Faserspritzbeton vor, wodurch sich zusätzlich die Möglichkeit zur Vorentwässerung des anstehenden Gebirges bietet. Die weiteren Optimierungen umfassten sowohl die Konstruktion als auch die Baulogistik. Neben Anpassungen der Querschnitte der Station konnten durch eine Anhebung der Nivellette des Stationsbauwerks, im Sinne von Betrieb und Erhaltung, unter anderem die Lebenszykluskosten des Bauwerks reduziert werden. Zusätzlich wurden die Logistikkonzepte zur Verbesserung des Bauablaufs sowie Ansätze zur Materialaufbereitung geprüft.
This article presents the optimisations made during the planning phase regarding the construction in the tunnelling concept for construction section U2/21 “Neubaugasse”, as well as the insights gained for future applications in the construction of the Vienna subway system. As part of the subsequent planning of the general project, the existing data was analysed in detail, potential for optimisation was identified, and the planning was refined. In this phase, further optimisations were identified based on different perspectives on the project. Based on a 3D subsurface model developed in advance by MA29 and the resulting geological and hydrological conditions, the tunnelling works in this section predominantly take place in Miocene strata with water‐bearing sand lenses. Since one station tunnel lies entirely beneath densely built‐up areas and no surface drainage was possible, an innovative tunnelling concept was developed. This concept includes a pilot tunnel constructed in advance using fibre‐reinforced shotcrete. Further optimisations included both the structural design and construction logistics. In addition to optimising the station cross‐sections, raising the alignment of the station structure helped reduce the life cycle costs of the structure, particularly in terms of operation and maintenance. Additionally, logistics concepts were reviewed to improve the construction process, along with approaches for material processing.
10 Seiten
25 €
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