Article - Geomechanics and Tunnelling Heft 5/2025
Seite: 385-392
Autoren: Honisch, Maria, Branke, Johannes, Keuschnig, Markus, Poscher, Gerhard, Schneider‐Muntau, Barbara
DOI: 10.1002/geot.70010
Die rasante Entwicklung verfügbarer Technologien und Fortschritte in der Wissenschaft als “Tool” für die Fachperson bringen nicht immer nur Vorteile. In einem Dialog zwischen der pensionierten, aktiven und künftigen Generation von Geowissenschaftler:innen und Ingenieur:innen beleuchtet dieser Beitrag nicht nur die fachliche Komponente, sondern auch die zwischenmenschliche. Gerade im Alpinen Raum werden die Erschwernisse im Bereich der Infrastrukturplanung durch räumliche Nutzungskonflikte in Zeiten globaler Umweltveränderungen immer präsenter. Während vor 50 Jahren tendenziell die technische Lösung des Problems im Vordergrund stand (Ingenieurskunst) stehen heute Vergaberecht, umweltgesetzliche Vorgaben und die Bewältigung der Verfahrensabläufe an erster Stelle. Neue Entwicklungen im vertraglichen Zusammenwirken zwischen Bauherr und Auftragnehmer lassen hoffen, dass künftig wieder vermehrt die fachlichen Herausforderungen in den Vordergrund der Wahrnehmung rücken. Zusätzlich schreitet die Entwicklung der Methoden und Technik, die uns dazu zur Verfügung stehen, rasch voran. Die Anforderung an die kommenden Generationen, die virtuellen Daten nicht nur zusammenzufügen, sondern auch zu verstehen, fachlich zu verifizieren und letztlich einen Mehrwert zu generieren, ist groß. Unsere Erfahrungen in den Bau‐ und Geowissenschaften sowie im Ingenieurberuf zeigen, dass die interdisziplinäre und generationenübergreifende Kommunikation zu intensivieren ist, um den Anforderungen des Globalen Wandels gewachsen zu sein.
The rapid development of new technologies and advances in science as ‘tools’ for specialists do not always bring the promised benefits. In a dialogue between retired, active and future generations of geoscientists and engineers, this contribution highlights the technical aspects as well as the human relationships. Especially in remote alpine areas, infrastructure design is increasingly confronted by spatial conflicts of interest in times of global environmental change. While the focus was mainly on solving technical problems (the art of engineering) 50 years ago, today the Procurement Law, environmental regulations and the accomplishment of procedures come first. New trends in contractual cooperation between client and contractor give hope that the technical challenges will once again take centre stage. In addition, the methods and technologies available to us are developing at rapid pace. Future generations face the significant challenge of not only gathering virtual data but also understanding it, verifying it, and ultimately generating added value. Our experience in science, geoscience and engineering shows, that interdisciplinary and intergenerational communication has to be enhanced in order to cope with the challenges of global change.
3 Seiten
25 €
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