Aufsatz - Bautechnik Heft 7/2026
Seite: 549-557
Autoren: Tschickardt, Thomas, Glock, Christian
DOI: 10.1002/bate.70104
Für einen reibungslosen Bauablauf ist eine schnelle Entscheidungsfindung bei Abweichungen vom Soll während des Bauprozesses entscheidend. Um dies zu unterstützen, wird ein Bauwerksinformationsmodell (BIM) mit zeitlichen Informationen (4D‐BIM) genutzt, das den Ist‐Zustand der Baustelle präzise widerspiegelt. Der Beitrag stellt eine Methodik vor, die auf Lean‐Prinzipien basiert und eine drohnenunterstützte, ereignisgesteuerte Datenerfassung integriert. Dabei werden kritische Flächen hinsichtlich des Bauablaufs im 4D‐BIM simplifiziert und mit rekonstruierten Flächen aus Punktwolken der Baustelle verglichen. Die Integration der Ergebnisse in das 4D‐BIM ermöglicht eine automatisierte Baufortschrittskontrolle und liefert eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen. Die Validierung an einem Brückenbauprojekt zeigt die Praxistauglichkeit: Trotz Einflüssen wie Wind und Verdeckungen von Bauteilen gelang die Rekonstruktion der kritischen Fläche innerhalb definierter Toleranzen. Die Methodik eignet sich besonders für Infrastrukturprojekte im offenen Raum und kann mit verschiedenen Erfassungstechnologien kombiniert werden. Insgesamt bietet die Lösung eine robuste Basis für eine digitale Baufortschrittskontrolle.
For a smooth construction process, fast decision‐making is crucial in the event of deviations from the target during the construction process. To support this, a Building Information Model (BIM) with temporal information (4D‐BIM) is used to accurately reflect the actual state of the site. This paper presents a methodology based on lean principles that integrates event‐driven, drone‐assisted data acquisition. Critical surfaces in terms of the construction process in the 4D‐BIM are abstracted and compared with reconstructed surfaces derived from point clouds of the construction site. Integrating these results into the 4D‐BIM enables automated progress monitoring and provides a reliable basis for decision‐making. Validation through a bridge construction project demonstrates practical applicability: despite challenges such as wind and occluded components, the critical surface was reconstructed within defined tolerances. The methodology is particularly suitable for infrastructure projects in open environments and can be combined with various sensing technologies. Overall, this approach offers a robust foundation for digital progress control.
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