Bericht - Bautechnik Heft 5/2026
Seite: 411-419
Autoren: Müller, Hilmar, Müller, Matthias, Frentzel‐Schirmacher, Anka
DOI: 10.1002/bate.70113
Im Bereich des Verkehrswasserbaus wurden in den letzten Jahren vermehrt wasserabführende Schalungsbahnen für die Herstellung exponierter Betonoberflächen verwendet. Die Motivation lag dabei nicht in der Verbesserung allgemeiner Betoneigenschaften. Vielmehr sollten dadurch die geforderten Oberflächeneigenschaften, wie z. B. die maximale Porigkeit, besser eingehalten werden. Zu den Auswirkungen wasserabführender Schalungsbahnen auf die Dauerhaftigkeit von Beton bei Meerwasserexposition liegen bisher keine Langzeiterfahrungen vor. Bedenken bestanden insbesondere dahingehend, dass durch die Kombination von frostbedingter Wasseranreicherung und Salzkonzentration hinter der dichten Betonrandzone ein erhöhtes Schädigungspotenzial bestehen könnte. Im Rahmen der Errichtung der 5. Schleusenkammer Brunsbüttel ergab sich die Möglichkeit, ein bestehendes Probebauteil (Mock‐up) mit XS1‐Exposition zu untersuchen. Zusätzlich wurde eine Probewand hergestellt, die vergleichende Prüfungen ermöglichte. Der Fokus der Untersuchungen lag auf Dauerhaftigkeitseigenschaften und Feuchteverteilungen. Insbesondere der Frost‐Tausalz‐Widerstand wurde unter verschiedenen Randbedingungen vergleichend untersucht. Die mit wasserabführender Schalungsbahn geschalten Betonoberflächen waren bei allen Untersuchungen unauffällig. Wasserabführende Schalungsbahnen können damit auch im Meerwasserbereich zur Verbesserung der Oberflächenqualität hinsichtlich ihrer Porigkeit und Dauerhaftigkeit verwendet werden.
In recent years, controlled permeability formwork (CPF) has been increasingly used in hydraulic engineering for the production of exposed concrete surfaces. The motivation for this was not to improve the properties of the bulk concrete, but rather to achieve a high surface quality with low porosity. However, for seawater‐exposed concrete surfaces, no long‐term experience is available. There were particular concerns that the combination of frost‐induced water and salt accumulation behind the dense concrete surface layer could increase the potential for damage. During the construction of the 5th lock chamber in Brunsbüttel, it was possible to examine an existing large‐scale test component (mock‐up) with seawater exposure (XS1). In addition, a trial wall was constructed to enable comparative tests. The investigations focused on durability properties and moisture distribution. In particular, salt‐frost resistance was examined comparatively under various boundary conditions. The concrete surfaces produced with CPF showed a very good salt‐frost resistance and no adverse effects in the other tests. CPF can therefore also be used in seawater environments to improve surface quality.
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25 €
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