Bericht - Bautechnik Heft 10/2025
Seite: 616-625
Autoren: Brand, Werner, Vollmering, Max, Hamme, Markus, Hortmanns, Michael, Eusani, Renato, Schulte‐Hammerschmidt, Leonard
DOI: 10.1002/bate.70014
Die Niederrheinbrücke Wesel ist mit einer Hauptspannweite von 335 m und Seillängen von bis zu 285 m nach der Fleher Brücke die zweitgrößte einhüftige Schrägseilbrücke Deutschlands. Die Brückenseile sind in 12 Seilgruppen mit je 6 Litzenbündelseilen angeordnet. Die Brücke wurde 2009 fertiggestellt und erlitt 2023 signifikante Seilschwingungen, die zu einer kurzzeitigen Vollsperrung der Brücke führten. Nach einer kurzen Beschreibung des Bauwerks, werden die Untersuchungen des Schwingungsereignisses dargestellt und die Anforderungen an eine Seildämpfung erläutert. Anschließend wird auf die konstruktive Ausarbeitung der Dämpfungsanordnung eingegangen, die aufgrund der engen Anordnung der Seile innerhalb einer Seilgruppe eine Sonderlösung erforderte. Außerdem werden kurz die Bemessung der Dämpfer erläutert und die Ergebnisse der abschließenden Schwingungsmessungen vorgestellt. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Anforderungen an die Dämpfung sicher erreicht werden können und der theoretischen Bemessung der Dämpfer entsprechen. Die eingebauten Dämpfer sind im Vergleich zu einer Seilauskreuzung wartungsfreundlich, sehr gut zugänglich und stellen kein Hindernis bei zukünftigen Roboterbefahrungen zur regelmäßigen Seilinspektion dar.
With a main span of 335 m and cable lengths of up to 285 m, the Rhine River Bridge in Wesel is the second largest cable‐stayed bridge in Germany after the Flehe Bridge. The stay cables are arranged in 12 groups of cables, each with 6 stay cables. The bridge was completed in 2009 and suffered significant cable vibrations in 2023, which led to a temporary closure of the bridge. After a brief description of the structure, the investigations of the vibration event are described and the requirements for cable damping are explained. The design of the damping arrangement is then discussed, which required a special solution due to the close arrangement of the cables within a cable group. The design of the dampers is also briefly described, and the results of the final vibration measurements are shown. It was demonstrated that the damping requirements can be safely achieved and correspond to the theoretical design of the dampers. Compared to cable tie connection, the installed dampers are maintenance‐friendly, very easily accessible and do not represent an obstacle for future robot inspections for regular cable inspections.
10 Seiten
25 €
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