Fachgebiete: Architektur + Bauausführung + Bauen im Bestand + Baustoffe + Glasbau + Ingenieurbau
"Bauen für die Wissenschaft erfordert besonders komplexe Planungsprozesse, für die man sich Zeit nehmen muss", so der ehemalige geschäftsführende Direktor des Fritz-Haber-Instituts, Prof. Robert Schlögl. Bauen für Wissenschaft und Forschung dient zwei Grundbedürfnissen: dem gesamtgesellschaftlichen Streben nach neuen Erkenntnissen und dem daraus resultierenden Schaffen von Arbeits- und Lebensorten, die dieses ermöglichen. Im internationalen Wettbewerb um die "besten Köpfe" aus Wissenschaft und Forschung gewinnt die Qualität der baulichen, technischen und apparativen Infrastruktur zunehmend an Bedeutung - die Wissenschaftler gehen dorthin, wo sie die besten Bedingungen vorfinden.
Forschungs- und Laborgebäude, die neben Büros, Forschungs- und Analyselaboren auch Reinräume, Werkstätten und Räume für die Tierhaltung umfassen können, müssen technisch auf- und abrüstbar, variabel nutzbar, flexibel und erweiterbar sein. An ihre Planung werden deshalb hohe Ansprüche gestellt. Betriebs-, Sicherheits- und Abfallkonzepte sind zwingend notwendig, im Bedarfsfall muss ein Explosionsschutzkonzept vorgelegt werden.
In dieser neuen Ausgabe des Sonderheftes "Forschungs- und Laborbauten" werden neue Bauten für die Forschung vorgestellt - als äußerst komplexe Gebäude, aber auch im Detail. Schwerpunkte sind Planungsaspekte, die Modulbauweise und der Innenausbau. Die zahlreichen Projektvorstellungen umfassen sowohl den Neubau als auch den Umbau und die Sanierung.