Eingespannte Pfähle werden meistens nach dem Bettungszifferverfahren berechnet. Diese vereinfachte Theorie ersetzt den Boden durch eine Reihe voreinander unabhängiger Federn, obwohl der tatsächliche Baugrund ein zusammenhängender Körper ist. In so einem Kontinuum erzeugen örtliche Kräfte räumlich ausgedehnte Verformungen, die mit zunehmender Entfernung vom Lastpunkt abklingen. Die Annahme konischer Lastausbreitung erlaubt es, ein quasiexaktes Kontinuummodell zu entwickeln, das mit Hilfe der anschaulichen Vorstellung von Echos auf Böden mit bis zu drei unterschiedlichen Schichten erweitert werden kann. Beispiele zeigen, daß es eine nennenswerte Wechselwirkung der verschiedenen Schichten ergibt. Dieser Effekt kann mit dem herkömmlichen Bettungszifferverfahren nicht erfaßt werden; dadurch entstehen Fehler um 50 %. Mit dem neuen Kontinuummodell läßt sich diese theoriebedingte Rechenungenauigkeit vermeiden.
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