Aufsatz - Beton‐ und Stahlbetonbau Heft 7/2026
Seite: 564-575
Autoren: Frede, Julian, Zdanowicz, Katarzyna, Krämer, Timo, Olfers, Vincent, Andelfinger, Joachim, Rempel, Sergej
DOI: 10.1002/best.70139
Die Fuß‐ und Radwegbrücke über den Seeblickweg in Stuttgart wurde als integrales Holz‐Carbonbeton‐Verbundbauwerk mit einem Fokus auf ihre Dauerhaftigkeit errichtet. Dazu wurde von Beginn an ein S System mitgeplant, das eine Temperatur‐, Feuchte‐ und Dehnungsüberwachung umfasst. Dieser Aufsatz beschreibt die Ausführung der verteilten faseroptischen Sensoren und zeigt die Rissentwicklung zu verschiedenen Kontrollzeitpunkten: Es wurde das Aufreißen der Deckschicht infolge des Ablassens des Traggerüsts überprüft sowie eine Folgemessung nach 21 Monaten durchgeführt. Außerdem erfolgte eine Befahrung der Fuß‐ und Radwegbrücke mit einem Servicefahrzeug, sodass die Schnittgrößenänderung ohne Kriech‐, Schwind‐ und Temperatureinfluss berechnet werden konnte. Darauf aufbauend wird eine rechnerische Bewertung der Rissbreite auf Grundlage der DAfStb‐Richtlinie für „Betonbauteile mit nichtmetallischer Bewehrung“ präsentiert. Im Vergleich zu vorher durchgeführten Biegeversuchen zeigt sich ein Unterschied zwischen gemessenen und berechneten Rissabständen. Außerdem wird die jahreszeitliche Temperaturentwicklung auf Höhe der obersten Bewehrungslage des unbeschatteten Überbaus präsentiert.
The pedestrian and cycle bridge over Seeblickweg in Stuttgart was constructed as an integral timber–carbon concrete composite structure with a focus on durability. In the planning process, a structural health monitoring system was incorporated, including monitoring of temperature, moisture, and strain. This paper describes the implementation of distributed fiber‐optic sensors and presents crack development at various inspection times. The cracking of the top layer due to the removal of the supporting scaffolding was examined, followed by a subsequent measurement after 21 months. In addition, the bridge was passed by a service vehicle, allowing changes in internal forces to be calculated without the influence of creep, shrinkage, and temperature. Based on this, a numerical evaluation of crack width is presented in accordance with the DAfStb guideline for “concrete structures with non‐metallic reinforcement.” Compared to previously conducted bending tests, a discrepancy between measured and calculated crack spacing is observed. Furthermore, the seasonal temperature variation at the level of the uppermost reinforcement layer of the superstructure is presented.
12 Seiten
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