Titelbild - Beton‐ und Stahlbetonbau Heft 8/2025
DOI: 10.1002/best.70003
Am Ersatzneubau der Aurachbrücke an der Österreichischen A 1 Westautobahn zwischen Linz und Salzburg in der Nähe der Anschlussstelle Regau läuft derzeit eine Pilotanwendung für die Verwendung von einbetonierten faseroptischen Sensoren zur Unterstützung der Bauwerksprüfung. Das Bauwerk zeichnet sich nicht nur durch seine Abmessungen und verkehrstechnische Bedeutung, sondern auch durch das komplexe Bauverfahren aus. Der Spannbetondurchlaufträger mit Hohlkastenquerschnitt überspannt mit insgesamt sechs Feldern eine Eisenbahnstrecke, eine Landstraße, den Fluss Aurach und kleinere Straßen und Wege. Die Spannweiten betragen 72 m in den mittleren Feldern und 66 m in den Endfeldern. Im Zuge des Pilotprojekts wurde eine neue Technologie im Brückenmonitoring erforscht, die einen Paradigmenwechsel verspricht. Verschiedene faseroptische Messkabel wurden in der Schalung verlegt und einbetoniert. Mit diversen Geräten, die mit unterschiedlichen physikalischen Effekten arbeiten, wurden daran während des Baus und nach der Verkehrsfreigabe bei dynamischer Anregung sowie unter Verkehr faseroptische Dehnungs‐ und Temperaturmessungen durchgeführt. So konnten Vorgänge wie die Betonerhärtung, das Absenken des Traggerüsts, das Freisetzen der Pfeiler, der Vorspannvorgang oder die Überfahrt von Lkw nachverfolgt werden. Dehnungen und Rissbreiten werden auf der gesamten Kabellänge, auch in nicht zugänglichen Bereichen, gemessen und können so in Zukunft die Bauwerksprüfung wesentlich unterstützen. Im Forschungsprojekt konnten wertvolle Erkenntnisse zu den Vorund Nachteilen verschiedener Geräte und den Hürden, die bis zu einer breitflächigen Anwendung noch zu überwinden sind, gewonnen werden. Mehr dazu im Beitrag auf den Seiten 568–578. (Foto: AIT Wien)
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