Aufsatz - Beton‐ und Stahlbetonbau Heft 11/2025
Seite: 919-936
Autoren: Borkowski, Gregor; Yavuz, Tamer; Hennecke, Markus; Heinrich, Jens; Tecusan, Remus
DOI: 10.1002/best.70045
Im Rahmen der Ertüchtigungsplanung der Brücken in Nordrhein‐Westfalen wurde die Seseke Brücke bei Kamen gemäß der Nachrechnungsrichtlinie des Bundes rechnerisch überprüft. Bei der Brücke handelt es sich um eine mehrstegige Spannbetonkonstruktion der 1970er‐Jahre. Im Zuge der Nachrechnung konnten nahezu alle Nachweise im GZT und GZG erbracht werden. Lediglich der Querkraftnachweis im Bereich der indirekten Lagerung der Längsträger in die Querträger war trotz aller normativ zulässiger Hilfsmittel defizitär. Mithilfe einer nichtlinearen FE‐Berechnung gemäß Stufe 4 der Nachrechnungsrichtlinie sowie eines daraus abgeleiteten hybriden Nachweises konnte die Tragfähigkeit der indirekten Lagerung rechnerisch erbracht und das Bauwerk gemäß DIN 1072 erfolgreich eingestuft werden.
As part of the upgrading planning of the bridges in North Rhine‐Westphalia, a computational assessment of the Seseke Bridge near the city of Kamen was performed in accordance with the federal government's guideline for computational assessment of bridges. The bridge is a multi‐web prestressed concrete construction from the 1970s. In the course of the computational assessment, almost all checks of the load bearing capacity and serviceability were satisfied. Only the shear capacity check in the area of the indirect support of the longitudinal girders remained deficient. Using a nonlinear FE calculation in accordance with level 4 of the guideline for computational assessment of bridges a hybrid verification derived from it, the load bearing capacity of the indirect support could be determined and the structure was successfully classified in accordance with DIN 1072.
18 Seiten
25 €
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