Aufsatz - Bauphysik Heft 3/2026
Seite: 261-266
Autoren: Balizki, Philip, Hoffmann, Sabine
DOI: 10.1002/bapi.70058
Sommerliche Hitzeperioden und urbane Hitzeinseln stellen zentrale Herausforderungen der Stadtplanung dar. Begrünung gilt als Maßnahme zur Verbesserung der thermischen Behaglichkeit im Außenraum. Während der kühlende Effekt von Baumschatten belegt ist, bleibt der Einfluss erhöhter Verdunstung durch Vegetation unzureichend untersucht. Evapotranspiration bodennaher Vegetation erhöht die Luftfeuchte und senkt die Lufttemperatur, wodurch die sensible Wärmebelastung abnimmt, während die evaporative Wärmeabgabe durch Schwitzen reduziert wird. Der vorgestellte Modellierungsansatz quantifiziert den Effekt auf die thermische Behaglichkeit im Außenraum. Eine Beispielsimulation zeigt, dass eine Erhöhung der relativen Feuchte um 3 % bis 5 % keinen negativen Einfluss aufweist, während eine Temperaturreduktion von 1 K bis 2 K das thermische Empfinden um rund 0,25 Punkte reduziert.
Summer heat waves and urban heat islands pose major challenges for urban planning. Urban greening is considered a strategy to enhance outdoor thermal comfort. While the cooling effect of tree shading is well established, the influence of increased evapotranspiration remains insufficiently investigated. Evapotranspiration of low vegetation increases air humidity while reducing air temperature, lowering the sensible heat load while limiting evaporative heat loss through sweating. The presented modelling approach quantifies this effect on outdoor thermal comfort. A case study simulation shows that a 3 to 5% increase in relative humidity has no negative impact, whereas a 1 to 2 K reduction in air temperature decreases thermal sensation by 0.25 scale units.
6 Seiten
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