Aufsatz - Bauphysik Heft 2/2026
Seite: 158-165
Autoren: Rojas, Gabriel
DOI: 10.1002/bapi.70043
Diese Studie untersucht die Auswirkungen von Regelstrategien von zentralen Wohnraumlüftungssystemen auf die Raumluftqualität. Der Fokus liegt auf einer häufig umgesetzten Anordnung mit einem zentral platzierten CO‐Sensor. Dabei werden verschiedene Ausführungsvarianten inklusive einer Konstant‐Volumenstromregelung für unterschiedliche räumliche Zuluftverteilarten miteinander verglichen. Auf Basis von Simulationen werden CO, Summe flüchtiger organischer Substanzen (TVOC), relative Feuchte sowie Schimmelrisiko (mithilfe des Isoplethenmodells) für eine Referenzwohnung bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Bedarfsregelung mit zentralem CO‑Sensor den mittleren Volumenstrom und somit den Energieverbrauch senken und teilweise auch das Raumklima (Luftfeuchte) leicht verbessern kann. Jedoch kann es bei räumlich inhomogenen Raumnutzungen auch zu einer Verschlechterung der Luftqualität kommen. Die Vergleiche zeigen, dass ähnliche Verbesserungen auch mit einer optimierten Luftführung möglich sind. Will man Einsparpotenziale einer Bedarfsregelung bei bestmöglicher Raumluftqualität ausschöpfen, sollten neben einer zeitlichen Bedarfsanpassung auch räumliche Bedarfsunterschiede bedacht und mittels passiver Maßnahmen (erweiterte Kaskade) oder regulierbarer Verteilsysteme adressiert werden.
This study examines the effects of control strategies for central residential ventilation systems on indoor air quality. The focus lies on a frequently implemented arrangement with a centrally located CO sensor. Various design variants, including constant control for different types of air distribution strategies, are compared with each other. Based on simulations, CO, total volative organic compounds (TVOC), relative humidity and mould risk (using the isopleth model) are evaluated for a reference apartment. The results show that demand control with a central CO sensor can reduce the average volume flow and therefore the energy use, and, in some cases, slightly improve the indoor climate (humidity). However, spatially inhomogeneous room usage can also lead to a deterioration in air quality. The comparisons show that similar improvements are also possible with optimized air flow arrangements. If one wants to exploit the savings potential of demand‐controlled ventilation while ensuring best possible indoor air quality, in addition to adjusting demand over time, spatial differences in demand should also be considered and addressed by means of passive measures (extended cascade) or adjustable distribution systems.
8 Seiten
25 €
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