Aufsatz - Bauphysik Heft 1/2026
Seite: 109-121
Autoren: Miño Rodríguez, Isabel; Rizaoglu, Isil Kalpkirmaz; Wagner, Andreas; Voss, Karsten
DOI: 10.1002/bapi.70028
In diesem Beitrag wird eine Taxonomie für den Vergleich von Werkzeugen zur Gebäudesimulation in der Architekturausbildung vorgestellt. Sieben in der Lehre eingesetzte Tools – SimRoom, Therakles, DesignBuilder, WUFi Plus, Ladybug, Honeybee und Climate Studio – werden drei Kategorien zugeordnet: eigenständige Werkzeuge, integrierte GUI‐Werkzeuge und CAD/Engine‐integrierte Werkzeuge. Die Taxonomie zeigt ein Spektrum von transparenten, konzeptorientierten Umgebungen bis zu vollständig eingebetteten, rückkopplungsgesteuerten Systemen im Entwurfsprozess. Entscheidend ist die angemessene Abstimmung der Werkzeugkomplexität auf die Fähigkeiten der Studierenden – eigenständige Tools fördern Grundlagenverständnis, GUI‐Werkzeuge unterstützen analytische Vertiefung, CAD‐integrierte Systeme ermöglichen eine interaktive, performanceorientierte Entwurfsarbeit. Für die Integration in die Lehre sind Zugänglichkeit, intuitive Bedienbarkeit, Mehrdomänenfähigkeit und ein progressiver didaktischer Aufbau zentral. Wird Simulation konsequent in Studios eingebettet, wandelt sie sich von einer nachgelagerten Bewertung zu einem aktiven Gestaltungsfaktor. Der vorgeschlagene Rahmen verbindet technische Eigenschaften mit didaktischen Anforderungen und unterstützt die Auswahl geeigneter Werkzeuge. Künftige Arbeiten sollten auch BIM‐integrierte, webbasierte und cloudbasierte Umgebungen einbeziehen.
This paper presents a structured taxonomy for comparing building simulation tools used in architectural education. Seven tools used in teaching – SimRoom, Therakles, DesignBuilder, WUFi Plus, Ladybug, Honeybee and Climate Studio – are assigned to three categories: standalone, integrated GUI and CAD/engine‐integrated tools. The taxonomy shows a spectrum ranging from transparent, concept‐oriented environments to fully embedded, feedback‐controlled systems in the design process. It is essential to match the complexity of the tools to the abilities of the students: standalone tools promote a basic understanding, GUI tools support analytical deepening, and CAD‐integrated systems enable interactive, performance‐oriented design work. Accessibility, intuitive usability, multi‐domain capability and a progressive didactic structure are central to integration into teaching. When simulation is consistently embedded in studios, it transforms from a post‐design evaluation tool into an active design driver. The framework combines technical characteristics with didactic requirements and supports the selection of suitable tools. Future work should also include BIM‐integrated, web‐based and cloud‐based environments.
13 Seiten
25 €
Dieser Artikel ist nicht kostenlos verfügbar. Bitte nutzen Sie die Bestell-Option.