Aufsatz - Bauphysik Heft 1/2026
Seite: 101-108
Autoren: Skottke, Tanja; Schubert, Johannes; Willems, Wolfgang M.
DOI: 10.1002/bapi.70032
Die für viele historische, insbesondere gotische Kirchengebäude typischen großflächigen Fenster wurden in der Regel als farbige Glasmalereien ausgeführt. Infolge der schlechten Dämmwirkung dieser Einscheibenverglasungen tritt auf deren Innenoberflächen jedoch häufig Tauwasser auf, was durch diverse chemische und physikalische Effekte zu einer irreversiblen Schädigung dieser historischen Glasmalereien führt. Um dem entgegenzuwirken, können diese historischen Fensterflächen durch eine sogenannte Schutzverglasung (eine zusätzliche, widerstandsfähigere Glasscheibe) entsprechend ertüchtigt werden. Am Beispiel des Xantener St. Viktor Domes werden einige wesentliche bauphysikalische Effekte im Zusammenhang mit der dort ausgeführten Schutzverglasung diskutiert.
The large‐scale windows typical of many historical, especially Gothic, church buildings were generally executed as colored stained glass. However, due to the poor insulating properties of these single‐pane windows, condensation often forms on their interior surfaces, which, through various chemical and physical effects, leads to irreversible damage to these historic stained glass artworks. To counteract this, these historic window surfaces can be reinforced with so‐called protective glazing (an additional, more resistant glass pane). Using the example of Xanten's St. Viktor Cathedral, several essential building‐physics effects associated with the protective glazing installed there are discussed.
8 Seiten
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