Aufsatz - Bauphysik Heft 2/2025
Seite: 112-123
Autoren: Deix, Karl; Hofer, Daniel Sebastian; Bauer, Thomas
Rezyklierte Gesteinskörnungen aus Baurestmassen werden vor allem im Straßenbau seit längerem in gebundener und ungebundener Form eingesetzt. Die Verwendung dieser Materialien in Estrichen ist – im Vergleich zu RC‐Betonen – jedoch gänzlich neu. Die Anforderungen an Estriche unterscheiden sich deutlich von jenen an Beton, da neben der Festigkeit die Verarbeitbarkeit bzw. die Glättbarkeit und speziell das Trocknungs‐ und Schwindverhalten wesentlich sind. In einem umfangreichen Versuchsprogramm wurde daher der Einsatz rezyklierter Gesteinskörnungen in Zementestrichen untersucht. Dazu wurden drei sehr unterschiedliche Recyclingmaterialien, nämlich Betongranulat, gemischtes Granulat aus Ziegel, Beton und Stein und ein Granulat aus Asphalt sowie als Referenz eine natürliche Gesteinskörnung herangezogen. Es wurden dabei alle maßgebenden Kennwerte, auch jene bezüglich dem Feuchte‐ und Schwindverhalten, bestimmt. Ziel der Untersuchung war es, anhand der Ergebnisse die Anwendungsmöglichkeiten für einen tatsächlichen Einsatz im Sinne einer cradle‐to‐cradle Kreislaufwirtschaft zu zeigen. Die Ergebnisse zeigen die Vor‐ und Nachteile der einzelnen rezyklierten Gesteinskörnungen und deren Potenzial natürliche Gesteinskörnungen in zementgebundenen Estrichen zu ersetzen.
Recycled aggregates from construction site waste have long been used in bound and unbound form, particularly in road construction. However, the use of these materials in screeds is completely new. The requirements for screeds differ significantly from those for concrete, as in addition to strength, workability and smoothness and especially drying and shrinkage behavior are essential. The use of recycled aggregates in cement screeds was therefore investigated in an extensive test program. Three very different recycled materials, namely concrete granulate, mixed granulate made of brick, concrete and stone and a granulate made of asphalt as well as natural aggregate were used for comparison. All relevant parameters, including those relating to drying and shrinkage behavior, were determined. The aim of the study was to use the results to show the application possibilities for an actual use in the sense of a cradle‐to‐cradle circular economy. The results show the advantages and disadvantages of the individual recycled aggregates and their potential to replace natural aggregates in cementitious screeds.
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