Aufsatz - Beton‐ und Stahlbetonbau Heft 9/2025
Seite: 717-726
Autoren: Mohs, Matthias, Vogel, Michael, Kapteina, Gesa, Hermerschmidt, Wibke, Rausch, Anne, Schießl‐Pecka, Angelika, Dehn, Frank
Im vorliegenden Teil 2 des Beitrags wird die praktische Anwendbarkeit verschiedener Verfahren zur Ermittlung des Altersexponenten für die Dauerhaftigkeitsbemessung von Beton unter Chlorideinwirkung betrachtet. Auf Basis realer Labor‐ und Bauwerksdaten werden Berechnungsbeispiele gezeigt und bewertet. Der Fokus liegt dabei auf der methodischen Auswertung von Chloridprofilen und den Einflüssen, die sich aus der Bestimmung von scheinbaren Chloriddiffusionskoeffizienten ergeben können. Dazu zählt insbesondere die Berücksichtigung der Konvektionszone. Es zeigt sich, dass sowohl die zur Verfügung stehende und somit ansetzbare Datengrundlage als auch die gewählte Auswertungsmethodik der Chloridprofile einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Altersexponenten haben. Im Zuge dessen werden die Möglichkeiten und Grenzen der dargestellten Verfahren erläutert und diskutiert. Die dabei erzielten Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit der Formulierung einer einheitlichen transparenten Methodik zur Ermittlung des Altersexponenten von Beton, vor allem vor dem Hintergrund neuer Zemente und Bindemittel.
In this second part of the article, the practical applicability of various methods for determining the ageing exponent for the durability design of concrete under chloride exposure is considered. Calculation examples are shown and evaluated on the basis of real laboratory and structural data. The focus is on the methodical evaluation of chloride profiles and the influences that can result from the determination of apparent chloride diffusion coefficients. This includes in particular the consideration of the convection zone. It is shown that both, the available and thus applicable data basis, as well as the selected evaluation methodology of the chloride profiles have a considerable influence on the determined ageing exponents. In this context, the possibilities and limitations of the methods presented are explained and discussed. The results achieved illustrate the need to formulate a standardized, transparent methodology for determining the ageing exponents of concrete, especially with regard to new cements and binders.
10 Seiten
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